Der AFS-Test (Aufmerksamkeit, Funktionen, Symptome) ist ein standardisiertes Computertestverfahren, das vom Dyslexia Research Center in den USA entwickelt und in sechs Sprachen umgesetzt wurde. Seit über 25 Jahren wird er eingesetzt, um mit minimalen Zeitaufwand (ca. 60-90 Minuten) festzustellen, ob eine Legasthenie, LRS, Dyskalkulie oder Rechenschwäche vorliegt und diese voneinander abzugrenzen.

Weltweit wurde der AFS-Test bereits bei mehr als 250.000 Kindern im Alter von sechs bis vierzehn Jahren durchgeführt. Eine Langzeitstudie bestätigt seine Wirksamkeit. Er gilt als objektiv, zuverlässig, international anerkannt und ist zur Vorlage in Schulen berechtigt.

Der Test darf ausschließlich von diplomierten Legasthenie- und DyskalkulietrainerInnen angewendet werden, die von der Dyslexia Research Center AG lizenziert sind. Grundlage des Verfahrens ist die Annahme, dass Kinder mit Legasthenie oder Dyskalkulie Schwierigkeiten in der Sinnesverarbeitung haben. Beim Zusammentreffen mit Buchstaben- oder Zahlensymbolen entstehen dadurch Aufmerksamkeitsdefizite und Wahrnehmungsfehler.

Die Auswertung des Testverfahrens Ihres Kindes erhalten Sie von mir nach Auswertung per Mail:

  • Testergebnis
  • Pädagogisches Gutachten samt detaillierter Auswertung der betroffenen Teilleistungen (kann zur Vorlage in Schulen verwendet werden).

Der Test besteht aus 11 Untertests. Dabei werden jene Bereiche geprüft, die wichtig sind, um richtig lesen, schreiben und rechnen zu lernen. Gemessen wird unter anderem die Aufmerksamkeit mit Hilfe von Bildern, Halbsymbolen und Buchstaben. Außerdem überprüft der Test, wie gut Kinder optische und akustische Eindrücke verarbeiten und wie ausgeprägt ihre Raumwahrnehmung ist, dem Alter entsprechend.  Eine zusätzliche Fehleranalyse, die auf einem Fragenkatalog basiert, ergänzt das Verfahren.

Die Grundlage des Tests ist die Annahme, dass Kinder mit Legasthenie beim Erlernen der Schriftsprache Schwierigkeiten mit der Sinnesverarbeitung haben. Treffen sie auf Buchstaben, können dadurch Phasen von Unaufmerksamkeit entstehen, die zu Fehlern führen.

Der AFS-Test trifft keine Aussagen über 

  • etwaige medizinische oder psychologische Probleme eines Kindes. 
  • die Intelligenz eines Kindes. 
  • Entwicklungsverzögerungen eines Kindes. 
  • psychosomatische oder psychopathologische Probleme eines Kindes. 
  • grob- bzw. feinmotorische Probleme eines Kindes. 
  • Sprech- oder Sprachprobleme eines Kindes. 
  • physische Hör- oder Sehprobleme eines Kindes. 
  • den Lebensbereich, der das Kind umgibt.

 

Auch eine eingeschränkte Seh- oder Hörfähigkeit kann Lese-, Schreib- oder Rechtschreibprobleme verursachen und führt nicht selten zu falschen Diagnosen. Deshalb ist es wichtig, vor einer Testung Ihres Kindes eine gründliche Untersuchung bei FachärztInnen durchführen zu lassen.